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Am 29. Januar 2007 wurde unser
Verein zur Förderung des geistlichen Lebens in der Evangelischen Kirchengemeinde Liebenscheid e.V. gegründet.
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Hessen-nassauische Kirche gegen "Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft"


Für den Schutz des Sonntags und gegen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten an diesem Tag hat sich mit allem Nachdruck das Leitende Geistliche Amt (LGA) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ausgesprochen. Der Sonntag sei für Christinnen und Christen ein "heiliger Tag", heißt es in einer am 5. August von der Öffentlichkeitsarbeit in Darmstadt verbreiteten Erklärung. Der Schutz des Sonntags, wird darin hervorgehoben, sei ein "für die Kirche wie für die Gesellschaft erstrebenswertes Ziel". Die "gegenwärtigen Angriffe auf das bestehende Ladenschlussgesetz" beriefen sich auf die Interessen von Unternehmen, die auch am Wochenende verkaufen wollten, sowie auf den Wunsch von Konsumenten, selbst darüber zu entscheiden, wann sie arbeiten und einkaufen wollen, stellt das LGA fest.
Beide Begründungen machten deutlich, "in welch hohem Maße" inzwischen ökonomische Interessen bei der Gestaltung der Bedingungen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens den Ausschlag gäben.
Wenn die Kirchen, unterstreicht das Leitende Geistliche Amt, für den Schutz des Sonntags einträten, geschehe dies nicht "nur aus Eigeninteresse und zum Schutz ihrer sonntäglichen Gottesdienstzeiten".
Damit solle auch ein "Kulturgut" verteidigt werden, das die Gesellschaft gegen die Vorherrschaft des Ökonomischen dringend brauche, wenn sie ein "menschliches Gesicht" bewahren wolle.
Ausgehend von der biblischen Sabbat- und Ostertradition, so das L(eitende) G(eistliche) A(mt), ließen sich Christinnen und Christen sagen: So nötig wie die Arbeit und das Wirtschaften des Alltags brauchten die Menschen und die Schöpfung auch Zeit zum Ausspannen - als "geschenkte Zeit, die nicht unter dem Druck des Ökonomischen steht" und dem Nachdenken über den "Sinn des Lebens" dienen könne.
Es genüge nicht, heißt es weiter, diese Zeit individuell zu organisieren und den Sonntag dann zuzuweisen, "wenn er gerade in den Terminkalender" passe. Das Gewicht des Sonntags liege darin, dass er für die ganze Gesellschaft Zeit und Gelegenheit sei, etwas anderes in den Mittelpunkt zu stellen als Arbeit, Konsum und Wirtschaft. Verzichte die Gesellschaft auf diesen gemeinsamen Freiraum, werde sie zur "durchökonomisierten 7-mal-24-Stunden-Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft".
Dann, betont das LGA, zeige sie endgültig, "wo ihre Götter sitzen".