Israel-Informationen

1.EINLEITUNG
Israel,
Republik im Nahen Osten, an der Südostküste des Mittelmeeres.
Israel grenzt im Norden an den Libanon, im Nordosten an Syrien, im Osten
an Jordanien und im Südwesten an Ägypten. Der südwestlichste
Teil des Landes erstreckt sich bis zum Golf von Akaba, einem Arm des Roten
Meeres.
Die Fläche des Landes beträgt 21 946 Quadratkilometer.
Dazu zählt auch Ostjerusalem, das von Israel im Sechstagekrieg von
1967 besetzt und kurze Zeit später annektiert wurde. Die meisten Staaten
erkennen die Annexion jedoch nicht an. Israel eroberte während dieses
Krieges auch andere Gebiete, darunter den Gazastreifen, das Westjordanland
(West Bank) und die Golanhöhen im Südwesten Syriens. Seit 1994
stehen der Gazastreifen und Teile des Westjordanlandes unter palästinensischer
Selbstverwaltung. Diese Entwicklung erfolgte nach einem historischen Friedensvertrag
zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsbewegung
(PLO) im September 1993 (siehe Oslo-Verträge). Die Hauptstadt von Israel
ist Jerusalem.
2.LAND
Das
Territorium des israelischen Staates erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung
von der syrischen Grenze bis zum Roten Meer über etwa 420 Kilometer
und in Ost-West-Richtung von der jordanischen Grenze (bzw. den besetzten
Gebieten) bis zur Mittelmeerküste zwischen 16 und 115 Kilometer.
Israel lässt sich in fünf topographische Gebiete einteilen: das
Hochland von Galiläa, die Ebene von Esdraelon (auch Ebene von Jezreel
genannt), die Hügelketten von Judäa und Samaria, die Küstenebenen
und die Wüste Negev.
2.1.Physische
Geographie
Das
Hochland von Galiläa nimmt den nördlichen Teil Israels ein; es
erstreckt sich über 40 Kilometer von einer schmalen Küstenebene
bis zum See Tiberias (auch See Genezareth). Der höchste Punkt Israels,
der Berg Meron (1 208 Meter) liegt in diesem Gebiet. Südlich
des Hochlands von Galiläa breitet sich die Ebene von Esdraelon aus.
Sie ist 55 Kilometer lang, bis zu 25 Kilometer breit und verläuft
von der Gegend um Haifa an der Mittelmeerküste bis zum Jordan. Das
frühere Sumpfgebiet wurde trockengelegt, ist heute dicht besiedelt
und eine landwirtschaftlich produktive Region.
Über etwa 195 Kilometer entlang dem Mittelmeer erstrecken sich
die Küstenebenen mit einer Breite von einem bis maximal 32 Kilometern.
Sie umfassen die Ebene von Zevulun, die sich über 16 Kilometer
nördlich von Haifa entlang der Bucht von Haifa ausdehnt, die Ebene
von Sharon zwischen Haifa und Tel Aviv-Jaffa und die Ebene von Judäa
zwischen Tel Aviv und der Stadt Gaza. In den Küstenebenen liegen die
größten Städte Israels. Die Hügelketten von Judäa
und Samaria erheben sich am Westufer des Jordan; sie fallen zum Toten Meer
hin steil ab. Dessen Seefläche liegt 408 Meter unterhalb des Meeresspiegels
und markiert damit die tiefste Stelle der Erdoberfläche.
Die Wüste Negev nimmt den Süden des Landes ein. Sie erstreckt
sich vom Golf von Akaba nach Norden über nahezu die Hälfte des
Staatsgebietes.
2.2.Flüsse und Seen
Der
längste Fluss Israels ist der Jordan. Er entspringt am Berg Hermon
an der libanesisch-syrischen Grenze, fließt durch den See von Tiberias,
der 209 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, und mündet in das
Tote Meer.
Die Küstenlinie am Mittelmeer ist wenig gegliedert. Den einzigen natürlichen
Hafen bildet die Bucht von Haifa. Ein neuer Hafen wurde bei Ashdod im Süden
gebaut.
Die Wasserversorgung zählt zu den zentralen Problemen Israels. Nutzung
und Zuteilung der Wasservorkommen liegen in der Verantwortung der Mekorot,
der staatlichen Wasserversorgungsbehörde. Hierzu gehören die Reinigung
von Abwässern, die Aufbewahrung und Verwendung natürlicher Süßwasservorkommen
und die Entsalzung von Brack- und Meerwasser. Die Wasserversorgung erfolgt
über Kanäle und Rohrleitungen. Wasser aus dem See von Tiberias
wird bis in die Wüste Negev transportiert.
2.3.Klima
Israel
liegt im Übergangsbereich zwischen mediterranem Klima und Wüstenklima.
Im Januar liegen die Durchschnittstemperaturen in Jerusalem bei 9 °C
und in Tel Aviv bei 14 °C. Im Juli betragen die Werte 23 °C
bzw. 27 °C. Die Niederschläge beschränken sich auf die
Wintermonate. Die mittleren Jahresniederschläge liegen in Galiläa
um 1 000 Millimeter, in Tel Aviv bei 540 Millimetern und
im Süden bei Elat am Roten Meer bei lediglich 25 Millimetern.
Nur in den Hochlagen kann es im Winter schneien.
2.4.Flora und Fauna
In
Israel gibt es über 2 800 Pflanzenarten, von denen die meisten
zu Gattungen gehören, die lange Dürrezeiten überstehen können.
Die Flora des Landes wird geprägt durch die klimatischen und topographischen
Bedingungen dreier Gebiete: Dies sind die Mittelmeerküste, die asiatische
Steppe und die Wüstenregion auf der Arabischen Halbinsel. Mediterrane
Vegetation gedeiht im Norden des Landes, im Bereich Beerscheba (nördlicher
Teil der Wüste Negev) dominiert Buschvegetation. In den anderen Teilen
der Negev und im südlichen Jordangraben ist die Vegetationsdichte sehr
gering; die Flora im nördlichen Teil des Jordangrabens vereint europäische
und afrikanische Elemente. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen
Zitrusfrüchte, Bananen, Baumwolle, Tabak, Trauben, Datteln, Feigen,
Oliven, Pflaumen und Mandeln. Die Anzahl der Eichen und anderer Laubbäume
ist in den letzten Jahren gestiegen. Über 200 Millionen Bäume
sind seit 1948 gepflanzt worden, heute nehmen die aufgeforsteten Gebiete
4,9 Prozent der Landesfläche ein (1995).
Es kommen 92 Säugetierarten und 500 Vogelarten vor. Durch
Israel führen bedeutende Wanderwege für Zugvögel, die von
Europa oder Asien nach Afrika fliegen. Diese Zugstrecken werden im Frühjahr
und Herbst von vielen Millionen Vögeln genutzt. Einige bemerkenswerte
Arten der Vogelwelt sind Kuhreiher, Küstenreiher, Löffler, Rosaflamingo,
Bartgeier, Steppenadler, Wüstenfalke, Halsbandfrankolin (ein Feldhuhn),
Kragentrappe, Steppenkiebitz, Rennvogel, Kaptäubchen, Streifenohreule,
die Eisvogelarten Braunliest und Graufischer sowie mehrere Arten von Flughühnern.
Zu den Großraubtieren zählen Leopard, Wolf, Goldschakal und Streifenhyäne,
weitere interessante Raubtiere sind mehrere Arten von Schleichkatzen, Falbkatze
(die Vorfahrin unserer Hauskatzen), Sandfuchs und Honigdachs. Die Paarhuferfauna
ist u. a. durch Gazellen (Edmigazelle, Dorkasgazelle) repräsentiert.
In Israel leben etwa 80 Reptilienarten, zu denen Schlangen, Eidechsen,
Chamäleons und Meeresschildkröten gehören.
"Israel," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2000.
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