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Sde Boqer Der Kibbuz Sde Boqer (zu deutsch "Feld der Farmer") liegt etwa 50 km südlich von Beersheba. Er wurde am 15. Mai 1952, dem vierten Jahrestag der israelischen Unabhängigkeit, von ehemaligen Soldaten im damals wegelosen Negev unweit des Wadi Zin gegründet. Man wollte die Wüste urbar zu machen. Heute ist der Ort an der Straße Beersheba - Elat, nahe den Ruinen der Stadt - Avdat, eine blühende landwirtschaftliche Siedlung. Der Kibbuz ist eng mit dem Namen David Ben Gurions, dem ersten Ministerpräsidenten Israels, verbunden. Als er 1953 sein Amt niederlegte, trat er in den jungen Kibbuz Sde Boqer ein, um nun zu tun, was, wie er sagte, " wirklich wichtig ist". 14 Monate später jedoch übernahm er erneut ein politisches Amt, zunächst als Verteidigungsminister, dann wieder als Premierminister. Erst 1963 zog er sich mit 77 Jahren endgültig nach Sde Boqer zurück. Auch von hier aus wirkte er politisch weiter. Nach seinem Tode 1973 ist er hier beigesetzt worden. Biegt man 3 km südlich des Kibbuz von der Hauptstraße ab, erreicht man die Gebäude der Negev-Hochschule. Hier wird Geschichte, Archäologie und Soziologie ebenso gelehrt wie die naturwissenschaftlichen Fächer. Inmitten einer sehr gepflegten Parkanlage, unmittelbar bei dem Bibliotheksbau, befinden sich die Gräber David Ben Gurions und seiner Frau. Die beiden schlichten Steingräber in einem von Bäumen umstandenen und beschatteten Viereck liegen unmittelbar am Steilabfall zum Wadi Zin. Tipp: Vom Grab aus hat man einen grandiosen Blick auf das Wadi Zin. Wenige hundert Meter nördlich der Hochschule kann das Haus besichtigt werden, in dem David Ben Gurion und seine Frau lebten. Die Wohnungseinrichtung ist fast ganz ursprünglich erhalten. Daneben sind einige Fotos und Briefe ausgestellt. |
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