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Samaria Samaria war die Hauptstadt des Nordreiches Israel. Sie lag an der wichtigen Nordsüdstraße durch Israel, auf dem Gipfel eines Berges, so daß sie leicht verteidigt werden konnte. Um 875 v.Chr. hatte König Omri mit dem Bau der Stadt begonnen; sein Sohn Ahab führte die Arbeiten zu Ende und errichtete einen neuen Palast. Dessen Wände waren so mit Elfenbeinschnitzereien verziert, daß er als das Elfenbeinhaus bekannt wurde. Archäologen haben mehr als 500 Stücke geschnitztes Elfenbein, einige davon mit Blattgold überzogen, in den Ruinen gefunden. Von der Reichsgründung an diente die Bevölkerung Samarias heidnischen Göttern. Viele Propheten des AT verurteilten den Götzendienst und warnten vor der Zerstörung der Stadt. Die Syrer belagerten Samaria mehrmals, doch erobert wurde die Stadt schließlich 722/721 v.Chr. von den Assyrern. Die Bevölkerung wurde nach Syrien, Assyrien und Babylonien verschleppt und durch fremde Siedler aus anderen Teilen des assyrischen Reiches ersetzt. Als Samaria fiel, hörte das Königreich Israel auf zu existieren. Sein ganzes Gebiet, nicht nur die Stadt, wurde später Samaria genannt. In ntl. Zeit ließ Herodes der Große Samaria wieder aufbauen und nante es Sebaste (gr. Augustus). Einige wenige Juden waren noch in Samaria und dienten dort Gott, doch diese Samariter wurden von den Juden in Judäa verachtet und gehaßt. Jesus kümmerte sich auch um sie und reiste durch ihr Gebiet. Nach Jesu Auferstehung predigte Philippus in Samaria. Kleine Gruppen von Samaritanern gibt es heute noch. Sie leben in Nablus und Jaffa und beten Gott auf dem Garizim an. |
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