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Sichem war alte kanaanäische Stadt, die zu einem religiösen und politischen Zentrum der Israeliten wurde. Sie lag im Bergland von Ephraim, nahe beim Berg Garizim. Abraham blieb auf seiner Reise von Haran nach Kanaan in Sichem. Dort verhieß Gott seinen Nachkommen das Land, auf dem er sich befand. Auch Jakob besuchte Sichem, er lagerte vor der Stadt. Als die Israeliten Kanaan erobert hatten, versammelte Josua alle Stämme in Sichem. hier erneuerten sie ihr Versprechen, Gott zu dienen. Doch schon in der Richterzeit wurden in Sichem kanaanäische Götter angebetet. Die Einwohner Sichems gaben Abimelech, dem Sohn Gideons, Geld aus dem Tempel Baal-Berits, damit er Mörder für seine 70 Brüder anheuern lassen konnte. Danach machte Abimelech sich selbst zum König von Sichem, doch bald wandte sich die Stadt gegen ihn und aus Rache zerstörte er sie. Nach dem Tode Salomos sagten sich in Sichem 10 Stämme Israels von Rehabeam los. Jerobeam, der erste König des Nordreiches, baute Sichem wieder auf und machte es für kurze Zeit zur Hauptstadt seines Reiches. Sichem überlebte den Fall Israels. Es wurde zur wichtigsten Stadt der Samariter, und sie errichteten hier einen Tempel. In Nablus, der modernen Stadt des alten Sichem leben immer noch einige Samariter. |
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