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Bibeltexte zum JordanBilder zum JordanÜbersicht Israelübersicht Jordantal

Der Jordan

Der Jordan ist der größte Fluß Israels. Er fließt vom Hermon im Norden durch den Hule-See und den See Genezareth ins Tote Meer. Vom Hule-See bis zum Toten Meer sind es nicht mehr als 120 km, doch durch seine vielen Windungen hat der Jordan mehr als die doppelte Länge.

Der Name Jordan bedeutet "der Herabsteigende". Er fließt durch den tiefsten Senkungsgraben der Erde. Der Hule-See liegt 68 m über dem Meeresspiegel, der See Genezareth bereits 212 m unter dem Meeresspiegel, und das Tote Meer liegt noch 180 m tiefer.

Der nördliche Teil des Jordantales ist fruchtbar.

Im Süden fließt der Fluß durch die Wüste, ist an den Ufern aber mit dichtem Gesträuch bewachsen.

In der Bibel wird der Begriff Jordantal verwendet, um verschiedene Teile dieser Senke zu bezeichnen:

a. den Abschnitt des Jordans südlich des Toten Meeres: diese trockene und unfruchtbare Region, mit ca. 400m unter dem Meeresspiegel die tiefste Stelle der Erdoberfläche, galt als furchterregende Einöde und Wüste: Hiob 24,5; Psalm 78,40; Jesaja 34,14; Jeremia 17,6 gelten als Anspielung auf die Trostlosigkeit dieser Landschaft.

b. die Region westlich des Jordan (Josua 11,16)

c. die Gegend südlich des Sees Genezareth (2. Samuel 4,7)

d. Das Tote Meer wird manchmal in der Bibel als das "Meer des Jordantales" bezeichnet oder als "Salzmeer" (5. Mose 3,17; 4,49; 2. Kön 14,25).

Die wichtigsten Nebenflüsse sind der Jabbok und der Jarmuk, die beide von Osten her in den Jordan fließen. Viele kleine Nebenflüsse trocknen im Sommer vollkommen aus.

Josua führte das Volk Israel von Osten her über den Jordan ins verheißene Land.

David floh vor Absalom auf die andere Seite des Jordan.

Elia und Elisa überquerten den Jordan, kurz bevor Elia in den Himmel entrückt wurde.

Elisa befahl dem Syrer Naeman, sich im Jordan zu waschen, um geheilt zu werden.

Johannes der Täufer taufte die Menschen, auch Jesus, hier.

Das Jordantal war in biblischer Zeiten von einer dichten Vegetation überzogen und reich an Wild, darunter sogar Löwen (Jeremia 49,19).

Für die Wirtschaft des Landes war der Fluß von geringer Bedeutung, denn einerseits behinderten Steilhänge die Nutzung des Wassers zu Bewässerungszwecken, andererseits macht der windungsreiche Lauf, der noch dazu an manchen Stellen durch Felsen blockiert war, die Schifffahrt unmöglich!

Der Jordan bildete eine natürliche Grenze zwischen den auf beiden Seiten liegenden Regionen, denn er hat nur wenige natürliche Furten. Nördlich des Sees Genezareth existierten über 20 Furten, aber nur wenige im mittleren Bereich und 5 im Unterlauf. Nicht selten waren diese umkämpft.

So versuchten die Leute von Jericho, den Kundschaftern den Rückweg an der Furt von Jericho abzuschneiden (Josua 2,7).

Als die Israeliten beim Einzug ins Land Kanaan den Jordan überquerten, wurde dies nicht als weniger wunderbar empfunden als der Durchzug durchs Rote Meer (Josua 3 und 4).

An manchen Stellen der Bibel wird der Jordan als die Ostgrenze Kanaans betrachtet (4. Mose 13,29; 34,12).

Nach der Eroberung des Landes trennte er die Stämme des Ostens von denen des Westens (Richter 5,17).

Im Zusammenhang mit dem Jordan werden in der Bibel mehrere Wunder berichtet:

Elia teilte das Wasser, indem er mit seinem Mantel ins Wasser schlug, ebenso Elisa (2. Könige 2,8.13.14).

Naamann, der aussätzige Feldhauptmann des Königs von Aram tauchte siebenmal im Fluß unter und wurde geheilt (2. Könige 5,14).

Die Erwähnung des Jordan im NT betrifft hauptsächlich das Wirken Johannes des Täufers, der dort predigte und taufte (Matthäus 3,5ff; Markus 1,5ff).

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