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Galiläa

Galiläa ist der nördlichste Teil Israels zur Zeit des Neuen Testaments.

Es ist die Heimat Jesu und seiner Jünger, Hauptschauplatz seines Wirkens.

Nach der assyrischen Eroberung wurde es "Galiläa der Heiden" genannt, möglicherweise, weil vor der Landnahme durch die Israeliten so viele verschiedene Völker dort lebten.

Im Süden grenzt Galiläa an die Jesreel-Ebene, im Osten bildet der See Genezareth die Grenze, im Norden der Libanon und im Westen die Ebene von Akko.

Galliläa wird auch im Alten Testament ab und an erwähnt. Es war von drei anderen Völkern umgeben und wurde von ihnen stark beeinflußt.

Galiläa ist bergig. Es ist die höchste und kühlste Gegend des Landes mit reichen Regenfällen im Winter und zahlreichen Quellen. Zum See Genezareth hin fällt das Land auf 212 m unter dem Meeresspiegel ab. Durch ein großes Tal, durch welches die Handelsstraße vom Mittelmeer zum Ostjordanland lief, wird das Gebiet in zwei Hälften geteilt: das bis auf 1000 m ansteigende Hügelland von Obergaliläa, und Untergaliläa. Breite, fruchtbare Täler, vor allem in Untergaliläa, ermöglichten eine reiche Landwirtschaft.

Zur Zeit der Landnahme war Galiläa dicht mit kanaanäischen Stadtstaaten besiedelt.

732 v.Chr. eroberte Tiglat-Pileser III. wichtige Städte in Galiläa - das eroberte Gebiet wurde assyrische Provinz.

In persischer Zeit lag Galiläa außerhalb des jüdischen Staatsgebietes.

Aristobul erobert Galiläa 104 v.Chr. und fügt es dem hasmonäischen Königreich ein.

64 v.Chr. wird es von Pompeius erobert und bleibt jüdisches Territorium. Hauptstadt war damals Sephoris.

Nach dem Tod des Herodes wurde Galiläa ein Teil des Reichsgebietes von Herodes Antipas, der in Tiberias die neue Hauptstadt Galiläas gründete.

Zur Zeit Jesu führten viele wichtige Römerstraßen durch Galiläa. Das Land lebte von der Landwirtschaft, Handel und Fischerei.

Viele im Evangelium erwähnte Städte und Dörfer lagen in Galiläa: Nazareth, Kapernaum, Kana und Betsaida.

Hier fanden die ersten Taten Jesu statt:

- Er stammt aus Nazareth und wohnte später in Kapernaum.

- Sein erstes Wunder tat er in Kana.

- In Galiläa hielt er auch die Bergpredigt.

- In Galiläa begann der Widerstand gegen ihn (Mt 12; Lk 4,16-30).

- In Galiläa schließlich sollten die Jünger den Auferstandenen sehen (Mt 28.10; Joh 21).

Während des jüdischen Aufstandes (66-70 n.Chr.) gegen die Römer wurde Galiläa von Josephus befestigt. Dort fanden auch die ersten Kämpfe statt.

Nachdem die Revolte niedergeschlagen war, wurde Galiläa ein Teil der römischen Provinz Judäa.

Nach dem Bar Kochba - Aufstand (135 n.Chr.) blühte das Land auf und wurde dicht besiedelt. In einigen Orten waren jetzt die jüdischen Priesterklassen beheimatet.

Die zahlreichen Ruinen von Synagogen aus dem 3. und 4. Jh. und aus späteren Jahrhunderten zeigen den damaligen Reichtum des Landes an.

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