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En Gedi

Die Oase En Gedi ist ein absolut "besuchenswerter" Naturpark, in dem Wasser- neben Wüstenpflanzen wachsen, ferner Steinböcke, Hyänen, Leoparden und Vögel der verschiedensten Art leben.
En Gedi ist die größte und schönste Oase am Toten Meer. Faszinierend die kleinen und der große Wasserfall - mitten in der Wüste. Es handelt sich um ein wasserreiches Gebiet, in dem seit mehr als 6000 Jahren Menschen siedeln.
Thermalquellen und ein Naturpark von einzigartiger Schönheit mit Relikten vergangener Epochen lohnen den Besuch.

Ein chalkolithisches Heiligtum weist auf eine sesshafte Bevölkerung im 4. Jt. v. Chr. hin. Am Ma’ale Mishmar, etwa 12 km südwestlich von En Gedi fanden Archäologen in einer schwer zugänglichen Höhle 429 Kupfergegenstände, die offensichtlich aus diesem Heiligtum stammen: Zahlreiche Keulenköpfe, 80 kunstvoll gravierte Stäbe, zehn Kronen und ein von Gazellenköpfen gekröntes Zepter.
Bei der Landnahme der Israeliten fiel En Gedi an den Stamm Juda (Jos 15,62).
In den nahen Wüstenbergen versteckte sich David vor Saul (1. Sam 24).
Auf dem Tel En Gedi nördlich des Kibbuz kamen fünf Siedlungsschichten vom 7. Jh. v. Chr. bis zum 5. Jh. n. Chr. zum Vorschein.
Die erste Siedlung wurde 582 v. Chr. von den Truppen Nebukadnezar II. zerstört, die zweite erlebte ihre Blüte unter persischer Herrschaft, die dritte, die hellenistische, endete mit dem Parthereinfall des Jahres 40 v. Chr.
Herodes baute die vierte Stadt, Engaddai, die die Römer zum Haupttor einer der elf Toparchien Judäas erhoben. Sie wurde 68 n. Chr. von Aufständischen geplündert.
Die letzte Siedlung bestand vom 2. bis zum 5. Jh.
1949 richteten die Israelis in En Gedi, das damals nur 4 km südlich der jordanischen Grenze lag, ein Militärlager ein, aus dem 1953 ein landwirtschaftlicher Kibbuz hervorging.
Im Kibbuz entstand ein einzigartiger botanischer Garten.
Der Naturpark von En Gedi liegt ca. 2 km entfernt. Ein Weg führt durch eine subtropische Wildnis zu einem 185 m hohen Wasserfall, der in einem natürlichen Becken endet.
Nach etwa 30 minütigem steilen Aufstieg kann man Davids Quellen erreichen, südlich davon entspringt unter dichtem Schilf die Shulamit-Quelle. Shulamit (- Mädchen aus Sunem -) war die schöne Dienerin des greisen David und Geliebte Salomos.
Wendet man sich etwa 150 m nach Norden, so stößt man auf ein chalkolithisches Heiligtum aus dem 4. Jt. v. Chr.