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Beerscheba

Beerscheba ist die südlichste Stadt der Israeliten am Rande der Negev-Wüste an der Handelsstraße nach Ägypten.

Der Name Beerscheba geht auf 1. Mose 21,22-34 zurück, wo Abraham dem Philisterkönig Abimelech mit einem Schwur 7 Lämmer für einen Wasserbrunnen anbietet. Abraham wird die ungestörte Nutzung zugesagt. Isaak wiederholt dies.

Hagar verirrt sich hierher (1. Mose 21,14);

Abraham, Isaak und Jakob leben oft hier und haben Gottesbegegnungen (1. Mose 22,19; 26,23f; 28,10; 46,1).

Bei der Landnahme wird Beerscheba dem Stamm Simeon zugeteilt (Jos. 19,1f) und ist südliche Grenzstadt (Jos. 15,21).

Die Samuel-Söhne sind hier Richter (1. Sam. 8,1f).

Zum Weidegebiet der Amalekiter gehörend, bildete Beerscheba zur Richterzeit die Südgrenze des israelitischen Siedlungsraumes.

Beerscheba ist die Stadt der Patriarchen.

Beerscheba wird auch im Zusammenhang mit Elia und Amos genannt.

Heute ist sie die "Hauptstadt des Negev" und eine der größten Städte des Landes mit bedeutender Uni und Industrie.

Beerscheba wurde wohl zu ähnlicher Zeit wie Hebron erbaut, und dürfte mindestens 6.000 Jahre alt sein. Heute liegt es nicht mehr an gleicher Stelle wie ursprünglich. Hier lebten Halbnomaden, die am Flußufer Zisternen und Höhlen mit Zugang von oben anlegten. In der Trockenzeit gingen sie dann auf Wanderschaft.

Um 1100 v. Chr, entstand auf dem Tell Beér Sheva 6 km östlich der heutigen Stadt eine Stadt der Israeliten.

Amos warnt vor Wallfahrten nach Beerscheba statt Gott zu suchen (5,5; 8,14).

Die Rückkehrer aus Babylonien siedeln auch hier wieder (Neh. 11,1-30).

In der byzantinischen Zeit ist Beerscheba Garnisonstadt.

Vom 2. Jh. v. bis ins 7. Jh. n. Chr. waren hier Truppen der Makkabäer, Römer und der Byzantiner stationiert.

Lange Zeit wohnte dann kein Mensch hier, bis zum Beginn unseres Jahrhunderts war Beerscheba nur eine Wasserstelle für die Beduinen.

Eine neue Ära der Stadtgeschichte beginnt, als die türkischen Landesherren hier gegen 1900 das Verwaltungszentrum für die Beduinenstämme des Negev einrichteten.

Eine Stadtanlage wurde (von deutschen Architekten) geplant, 1915 eine Eisenbahnlinie eingerichtet und eine Moschee gebaut.

1917 nahm General Allenby Beerscheba ein.

Um 1900 hatten sich in Beerscheba Juden angesiedelt, doch während der arabischen Unruhen 1929 verließen sie den Ort.

1948 kamen erneut Juden in die Stadt.

Heute ist Beerscheba eine rein jüdische Stadt.

1948 hatte Beerscheba 3.000 Einwohner, 1980 schon 115.000!

Im Oktober 1948 wurde Beerscheba von Israelis erobert und ist heute Handels- und Kulturzentrum sowie Brückenkopf zum tieferen Süden.

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